Stressbewältigung
Die eigene Resilienz fördern
Mit Resilienz, also psychischer Widerstandskraft, gelingt es uns, Krisen und Dauerstress besser zu meistern. Diese Fähigkeit lässt sich trainieren.
- Schlüsselfaktoren der Resilienz
- Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Talente
Dazu ist es wichtig, sich diese erst einmal bewusst zu machen. Nehmen Sie sich einen Zettel und schreiben Sie mindestens 10 Dinge auf, die Sie besonders gut können. - Netzwerke
Soziale Unterstützung durch Freunde und gut funktionierende Netzwerke ist ein wichtiger Faktor für Resilienz. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Mitmenschen! - Kontrolle über die Situation durch aktives Handeln
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, selbst aktiv zu werden und Entscheidungen zu treffen. Seien Sie dabei neugierig und offen für Neues.
Resilienz stärken mit der "ABC-Methode"
Die vom Psychotherapeuten Albert Ellis entwickelte ABC-Methode hilft Ihnen dabei, Probleme und Stressfaktoren nicht nur zu verstehen, sondern sie auch zu lösen.
Dabei geht es um den Ausläser (A), die Bewertung (B) und die Konsequenz (C) der stressigen Situation. Erinnern Sie sich dafür an einen schwierigen Moment, mit dem Sie nicht gut umgehen konnten.
Für eine erste Übung wählen Sie am besten eine Situation, die nicht lange zurück liegt. Erstellen Sie eine Tabelle mit A, B und C. Zum Beispiel liegt Ihnen ein Abgabetermin für ein Projekt im Nacken (A). Der Zeitdruck löst den Gedanken aus: „Das schaffe ich niemals.“ (B). Und deswegen schieben Sie die Aufgabe auf. (C)
Was nun zwischen dem Auslöser und Ihrem Verhalten passiert, können Sie ändern – nämlich Ihre Gedanken und Überzeugungen: Von „Das schaffe ich niemals.“ Zu „Ich schaffe das!“
Durch diese Selbstreflexion stärken Sie Ihre psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und lernen, der Negativ-Spirale zu entkommen.
Morgenroutinen stärken Sie für den Tag
Sie starten mit mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht in den (Arbeits-) Tag, wenn Sie sich schon am Morgen in einen positiven Gefühlszustand versetzten. Morgenroutinen helfen Ihnen dabei und machen Sie zufriedener. Besinders geeignet sind Tätigkeiten, bei denen Sie siche selbst zentrieren und fokussieren.
Bevor Sie das Radio anschalten, zur Zeitung oder zum Smartphone greifen und sich über Sozial Media oder E-Mails nach außen orientieren, empfiehlt es sich, erstmal bei sich selbst einzuchecken. Das allein gibt schon Ruhe und Verbundenheit.
Alles, was Ihnen dazu einfällt – Meditation (auch mithilfe einer App), Yoga, Atemübungen, in Stille sitzen – sind wunderbare Dinge, um achtsam ins Hier uns Jetzt zu kommen. Das verschafft Ihnen einen entspannten Start in den Tag und stärkt Sie für die anstehenden Aufgaben.
Das Krisentagebuch
Krisen, wie z. B. die Corona-Pandemie bringen für uns alle eine ganze Reihe neuer Herausforderungen mit sich – sowohl im Arbeitsleben als auch im Privaten. Das wahre Risikogebiet dabei ist die menschliche Psyche.
Kommen zu Sorgen wie Isolation und Existenzangst noch Kälte und Dunkelheit hinzu, kann ein Krisentagebuch uns durch die schwere Zeit helfen.
Führen Sie ein Krisentagebuch und bringen Sie so Ihre Selbstfürsorge in Schwung!